AG Pflegeforschung feiert dritten Geburtstag und sucht Mitstreiter aus der Praxis Postoperativer Kostaufbau derzeit Schwerpunktthema Am 30. September jährte sich zum dritten Mal der Jahrstag der Gründung der AG Pflegeforschung Rhein-Neckar. Die im Herbst 2002 von Pflegenden gegründete Arbeitsgemeinschaft im DBfK Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, Forschungsthemen aus der Praxis heraus zu entwickeln und Ergebnisse und Methoden der Pflegewissenschaft an Praktikerinnen und Praktiker weiterzugeben. Der Austausch von Pflegenden, Pflegewissenschaftlern und Pflegepädagogen aus unterschiedlichen Fachrichtungen ist eine wichtige Stütze in dem Konzept der AG. Es findet jedoch nicht nur ein Austausch zwischen Berufsgruppen und Fachdisziplinen statt, sondern auch ein Austausch über die Landesgrenzen hinweg. Die etwa 10-15Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die sich einmal im Monat an unterschiedlichen Orten treffen, kommen aus Baden-Württemberg, aus Hessen und aus Rheinland-Pfalz. Die Arbeit der AG ist inzwischen durch verschiedene selbst durchgeführte Forschungsprojekte und die gute frequentierte Homepage bundesweit bekannt.
Seit Sommer 2005 sind die Treffen, die jeweils 90 Minuten dauern, neu strukturiert. Über zwei bis drei Sitzungen hinweg wird ein Forschungsthema intensiv diskutiert und aus dem Blickwinkel der Praxis beleuchtet: Wo sind Studien zu einem Forschungsthema zu finden und wie sind sie zu bewerten? Sind die jeweiligen Forschungsergebnisse in der Praxis umsetzbar?Was bedeuten die Ergebnisse für meinen Berufsalltag?
Bis Ende des Jahres steht das Thema postoperativer Kostaufbau im Mittelpunkt. Die unterschiedlichen Regelungen in den Krankenhäusern und bei verschiedenen Operationsarten werden dabei unter die Lupe genommen. Ergänzend werden passende Forschungsarbeiten besprochen. Hierbei sollen beispielsweise Antworten auf die Fragen gefunden werden:
Inwieweit erhöht ein früher Kostaufbau, wie er beim sogenannten „fast track“- Vorgehen üblich ist, das Komplikationsrisiko und beeinflusst das Empfinden der Patienten?
Inwieweit werden die Wünsche, Erfahrungen und Vorlieben der Patienten, beim Kostaufbau nach der Operation berücksichtigt? Wie strikt werden Regelungen eingehalten? Wer stellt diese Regelungen auf und welche Rolle hat die Pflege? Interessierte Pflegende aus der Rhein-Neckar-Region also aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen sind herzlich einladen, hierbei mit zu diskutieren und ihre Erfahrungen einzubringen. Die Treffen finden jeweils am ersten Mittwoch des Monats statt von 15:30 17:00. Die nächsten Treffen sind der 7. Dezember 2005 in Heidelberg (Klinik für Kinder- und Jugendmedizin) und der 1. Februar 2006 (Ort wird noch bekannt gegeben). Die genauen Themen und Termine finden Sie auf der Homepage: www.pflege-forschung.de
Nach einem erfolgreichen ersten Jahr der AG Pflegeforschung möchten wir kurz die wichtigsten Aktivitäten im Jahr 2003 aufzeigen. Es fanden im vergangenen Jahr insgesamt 10 Sitzungen der AG Pflegeforschung statt, bei denen jeweils Projekte aus der Region vorgestellt wurden und im Anschluss rege Diskussionen zu pflegerischen Themen aller Bereiche entstanden sind. Im Sommer hat die AG eine Befragung zum Stellenwert der Pflegeforschung in der Pflegeausbildung durchgeführt. Die Ergebnisse wurden auf dem Pflegekongress in Nürnberg in Form eines Posters präsentiert, wie auch auf dem Mitgliedertreffen des Landesverbandes am 28.10.03 in Heidelberg. Die intensive Beschäftigung mit dem Thema Pflegeforschung in Aus-, Fort-, Weiterbildung und im Studium soll im nächsten Jahr fortgeführt werden. Die Klärung des zukünftigen Schwerpunkts und der Zielsetzung in der thematischen Arbeit in diesem Bereich (Zielgruppe? Curriculum? Didaktik?) wird Thema der AG Sitzung im Januar sein. Es ist angedacht, dass im weiteren Verlauf in Tagesworkshops an der gewählten Thematik gearbeitet wird. Weitere Informationen zu vergangenen und zukünftigen Termine der AG sind im Internet abrufbar: www.pflege-forschung.de
Nach den ersten drei Treffen steht fest: Diese Arbeitsgruppe hat Ihre Berechtigung. Neben der Vorstellung von Pflegeforschungs- und Projektaktivitäten nimmt die kritische Diskussion dieser Arbeiten unter den Teilnehmenden einen breiten Raum ein. Dadurch wird es möglich, dass beruflich Pflegende aus der Praxis, Lehrende aus den Ausbildungsstätten, Führungskräfte und PflegewissenschaftlerInnen miteinander in den Dialog treten und voneinander profitieren. Die ersten beiden Arbeiten die vorgestellt und anschließend diskutiert wurden, hatten einen sehr hohen Praxisbezug. Zum einen berichtete Christopher de Silva (MScN) von Ergebnissen seiner Masterarbeit an der Universität Witten/Herdecke. Dabei ging es um den Kenntnisstand von Auszubildenden in der Krankenpflege über die Möglichkeiten zur Einschätzung des Ernährungszustandes und zur Aufdeckung von Mangelernährungsproblematiken. In einer weiteren Veranstaltung der AG referierte Dr. Elke Müller (Bethanien Krankenhaus Geriatrisches Zentrum Heidelberg) über ein laufendes Interventionsprojekt in der Pflegepraxis. Das Thema dabei: Kontinenzberatung in Pflege- und SeniorInnenheimen (KIPS). Auch in diesem Jahr wird sich die AG wieder regelmäßig treffen (jeweils letzter Dienstag im Monat). Weitere interessierte Personen sind herzlich eingeladen. Die vorläufigen Ziele unserer AG lassen sich auf der DBfK-Homepage unter http://www.dbfk.de/baw/termine/agpflegeforschungheidelberg.htm nachlesen. Eine Anmeldung und der Kontakt zur AG ist über E-Mail unter AG@pflege-forschung.de möglich.
Das nächste Treffen findet am 28.01.2003, in der Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr im Bethanien Krankenhaus Heidelberg, Rohrbacher Str. 149 statt. Als Referentin konnte Cornelia Mahler M.A. mit dem Thema: Quantität und Qualität rechnergestützter Pflegedokumentation gewonnen werden.
Das Folgetreffen am 25.02.03, in der Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr, wird voraussichtlich im Krankenhaus Salem Heidelberg, Zeppelinstr. 11-33 stattfinden. Als Referent wird Bernd Reuschenbach (Krankenpfleger) Aspekte seiner Promotions-arbeit zum Thema Personalauswahl in der Krankenpflege vorstellen.
Am 30. September 2002 traf sich zum ersten Mal die regionale AG Pflegeforschung Heidelberg in der Universitätshautklinik. An dem 2-stündigen Treffen nahmen 18 Interessierte aus unterschiedlichen Einrichtungen der Rhein-Neckar-Region teil. Neben der Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen und sich kennen zu lernen, war ein weiterer wesentlicher Aspekt ein Austausch über die persönlichen Erwartungen der einzelnen Teilnehmer und über mögliche Ziele im Rahmen einer aktiven AG Arbeit. Es wurde vereinbart, die nächsten Treffen in einem monatlichen Rhythmus stattfinden zu lassen. Die jeweiligen Treffen werden zum einen dazu genutzt, sich über absolvierte, aktuelle oder geplante Pflegeforschungsaktivitäten auszutauschen und zum anderen sollen sie dazu dienen, die Rahmenbedingungen für die zukünftige AG Arbeit zu erarbeiten.
Die Treffen finden jeweils am letzten Dienstag des Monats statt. Die nächsten Treffen sind am 29.10.02 und am 26.11.02, jeweils von 15:30 17:30 Uhr im Konferenzraum der Universitätshautklinik (Voßstr. 2) in Heidelberg statt. Weitere interessierte Personen sind herzlich eingeladen. Die vorläufigen Ziele unserer AG lassen sich unter http://www. pflege-forschung.de nachlesen. Ein Kontakt zur AG ist auch über ag@pflege-forschung.de möglich.