Aktuelles

Nächstes Treffen der AG-Pflegeforschung

Mittwoch 29. Juni 2016, 16:30 - 18:00 Uhr

Dr. Stefan Bär, Soziologe und Krankenpfleger, Max-Weber-Institut für Soziologie, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals im Krankenhaus

Der Diskurs zum Thema Krankenhausarbeit zeichnet ein konsistentes auf deutliche Verschlechterungen hinweisendes Bild: es herrschen Arbeitsverdichtung, Zeitdruck und Stress. Der Diskurs selbst ist davon geprägt, dass solche Befunde vor dem Hintergrund der sogenannten Ökonomisierungsthese gelesen werden. Die Ökonomisierung ist auf theoretischer Ebene jedoch nur eine Möglichkeit, die beobachteten Phänomene zu erklären. Der Vortrag behandelt die Frage ob die Annahme der Ökonomisierung ausreicht, um die aktuellen Arbeitsbedingungen im Krankenhaus zu verstehen, und inwiefern der Einbezug von im Krankenhaus traditionell institutionalisierten Elementen hilft, um die konkrete Arbeitswirklichkeit (besser) zu erklären? Der analytische Mehrwert einer differenzierten Betrachtung der Arbeitsbedingungen wird am Beispiel der Arbeitswirklichkeit von Pflegekräften eines Großkrankenhauses der Maximalversorgung empirisch aufgezeigt.

Ort: Marsilius-Arkaden, Im Neuenheimer Feld 131.3, Turm Süd, Raum K15
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Über eine Anmeldung zu der Veranstaltung wären wir dankbar.
Bitte die Rückmeldung an cornelia.mahler@med.uni-heidelberg.de.

Unsere Arbeit

Im Herbst 2002 wurde die Arbeitsgruppe AG Pflegeforschung Rhein-Neckar im DBfK Baden-Württemberg mit dem Ziel gegründet, Forschungsthemen aus der Praxis heraus zu entwickeln und Ergebnisse und Methoden der Pflegewissenschaft an Praktikerinnen und Praktiker weiterzugeben. Der Austausch von Pflegenden, Pflegewissenschaftlern und Pflegepädagogen aus unterschiedlichen Fachrichtungen und Versorgungsbereichen ist nach wie vor eine wichtige Stütze in dem Konzept der AG. Zu den Sitzungen treffen sich etwa 10 bis 15 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz einmal im Monat an unterschiedlichen Orten.

Auslöser für die Gründung der AG Pflegeforschung im Jahr 2002 war die Erkenntnis, dass eine Vielzahl von pflegewissenschaftlichen Projekten an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen institutionellen Kontexten durchgeführt wurde, ohne dass ein Austausch zwischen den Gruppen oder Personen stattfand. Auch 10 Jahre nach Gründung der AG ist Pflegeforschung in der Rhein-Neckar Region immer noch nicht institutionalisiert, so dass die ursprüngliche Zielsetzung (link zu Ziele) nach wie vor aktuell ist!

Die AG Pflegeforschung bietet die Möglichkeit, (Forschungs-)projekte einem breiteren Publikum zu präsentieren und durch den kollegialen Gedankenaustausch weitere Impulse für die eigene Arbeit in der Praxis oder neue Ideen für die Weiterentwicklung zu generieren.

Auch Absolventinnen und Absolventen der Hochschulen haben die Möglichkeit, hier ihr Forschungsprojekt, das im Rahmen ihres Praktikums oder als Diplomarbeit entstanden ist, vorzustellen und öffentlich zugänglich zu machen. Dies bietet darüber hinaus Studierenden die Gelegenheit, sich im kollegialen Gedankenaustausch mit Diskussionsanspruch zu üben und bietet gleichzeitig eine wertvolle Informationsquelle für die anwesenden Zuhörer.

Die Treffen der AG Pflegeforschung finden ca. 4 bis 6-mal im Jahr statt, in der Regel von 16:30 – 18:00. Die genauen Themen und Termine werden rechtzeitig über E-Mail Verteiler und auf der Homepage bekannt gemacht.

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